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Erläuterungen von Fachbegriffen aus der Aquakultur

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A

Aal, Europäischer

Anguilla anguilla:
Fettreicher Fisch, der zum Laichen ins Meer zieht.

Abalone

Familie Haliotis, auch Meerohren genannt. Kommen in allen wärmeren Meeren vor und werden als Delikatesse hoch geschätzt.

Absetzbecken

Dienen der mechanischen Wasserreinigung. In den strömungsarmen Becken sedimentieren ungelöste Schwebstoffe am Boden und können so entfernt werden.

Absorption

Aufnahme und Lösen eines Stoffes in einem anderen (z. B. Wasser).

Abwasser

Durch landwirtschaftlichen, menschlichen oder industiellen Gebrauch in seinen Eigenschaften verändertes Wasser.

Acetylcholinesterase (AChE)

Die Acetylcholinesterase ist ein Enzym im Nervensystem. AChE-Hemmer wirken als Pestizide. 

Acriflavin

siehe Trypaflavin

Adaption

Anpassung eines Individuums an seine Umwelt.

Adenin

Ist eine der 4 Komplementärbasen der Desoxyribonukleinsäure (DNS) und Ribonukukleinsäure (RNS).

AMG

Das deutsche Arzneimittelgesetz (AMG) ist die rechtliche Grundlage für die Zulassung, die herstellung und den Handel von Arzneimitteln, welche bei  Menschen oder Tieren angewendet werden sollen.

Anadrome Wanderfische

Solche Fischarten, die den Großteil ihres Lebens im Meer verbringen und nur zum Laichen ins Süßwasser (meist ihr Geburtsgewässer) ziehen, z. B. Lachse, Störe und Meerforellen.

Antibiotika

Substanzen, die schon in geringen Konzentrationen das Wachstum von Bakterien und Pilzen hemmen bzw. diese abtöten.

Antropogene Schadstoffe

Sind chemische Substanzen oder Verbindungen menschlichen Ursprungs, welche eine schädigende Wirkung Lebewesen, Sachgüter und/oder das Ökosystem ausüben.

ASC

Ist die Abkürzung für das “Aquaculture Stewardship Council“ Siegel, welches in Zusammenarbeit mit dem WWF geschaffen wurde, um nachhaltig produzierte Erzeugnisse aus der Aquakultur zu zertifizieren.

Aufzeichnungspflicht

Jede Behandlung von Tieren die der Lebensmittelproduktion dienen, muß vom Halter und dem behandelnden Tierarzt soweit dokumentiert werden, dass auch nach Jahren der genaue Behandlungsverlauf nachvollzogen werden kann. Dafür muß neben dem Datum der Behandlung, der Diagnose, dem verabreichten Medikament auch die Menge des Medikaments, die Art der Applikation (Injektion, Bad...), die behandelnde Person und besonders die gestzliche wartezeit bis zum Verkauf vermerkt werden.

B

Bacteriocine

Sind proteinogene Toxine (Gifte) die von Bakterien erzeugt werden und das Wachstum anderer Bakterien oder Bakterienstämme hemmen.

Benzopyren

Sind polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, welche bei der unvollständigen Verbrennung von organischen Stoffen (z. B. Tabak, Holz oder Räuchermehl) entstehen und eine kanzerogene (krebserregende) Wirkung haben.

Bio-Zertifikate

Siehe Zertifikate.

Blockware

Tiefkühlprodukte (Fischfilet oder Garnelen) die in einem Block gefroren, komplett von Eis umhüllt und so vor dem Austrocknen sind. Vor der Verarbeitung muss der komplette Block aufgetaut werden, da eine Einzelentnahme nicht möglich ist.

C

Candy Wrap

Spezielle Form der Einzelverpackung von Frostware.

Carotinoide

Sind natürliche rot, gelbe oder purpurfarbene lipophile Pigmente (Tetraterpene), die meist aus acht Prenyl-Einheiten aufgebaut sind. Im Bereich der Aquakultur werden sie häufig dem Futter beigemengt, da sie zum einen das Fleisch färben und zum anderen auch als Präbiotika und Antioxidationsmittel dienen.

Chao Phraya

Neben dem Mekong und dem Saluen ist der Chao Phraya mit einer Länge von ca. 370 km einer der größten Flüsse Thailands.

CITES

Die “Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora”, also das Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen wurde 1973 in Washington D.C. unterzeichnet und wird deshalb auch als Washingtoner Artenschutzabkommen bezeichnet. Ziel der CITES Konvention ist, den Handel mit gefährdeten (Wild-)Tieren und Pflanzen zu regulieren (und ggf. einzuschränken) und damit zum Schutz durch den Handel gefährdeter Arten beizutragen. CITES ist somit ein Abkommen aber auch eine Organisation, die vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) verwaltet wird (Hauptsitz Genf). Mittlerweile sind über 33.000 Tier- und Pflanzenarten CITES-gelistete. 

D

Detritus

Bezeichnet in der Hydrologie(Gewässerkunde) feines, abgestorbenes Tier- und Pflanzenresten Material (z. T. durch Zersetzung entstanden). Im Meer und im Süßwasser sinkt Detritus in Form von sogenanntem Schnee zum Bodengrund. Dort ist er ein basales Glied in der Nahrungskette, welches von Destruenten als Nahrungsgrundlage genutzt wird. 

E

EFSA

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit

Emission

Abgabe von zuweilen schädlichen Substanzen (Gase, Stäube, Flüssigkeiten) oder Energie (Wärme, Licht) in die Umwelt.

Enzyme

Sind in Organismen vorkommende Biokatalysatoren, die bestimmte biochemische Prozesse beschleunigen oder überhaupt erst möglich machen. Dies geschieht über eine Herabsetzung der für eine Stoffumsetzung (z. B. Ab- oder Umbauprozesse) nötigen Aktivierungsenergie.

EU-Bio-Label

Seit 2007 geltende Verordnung, bei der die kontrollierte Zucht von Fischen unter Berücksichtigung gesundheitlicher und ökologischer Aspekte im Vordergrund steht (siehe Aquaklulturlabel).

F

FCR

FCR = feed conversion ratio, Maß der Futterwertung: Futterzufuhr(kg)/Körpermasse(kg)

FDA

Abkürzung für die U.S. Food and Drug Administration. Zu ihren Aufgaben gehört die Zulassung und Kontrolle von Arzneimitteln, biologischen und Medizinprodukten, sowie Lebensmitteln und medizinischer Geräte.

Feed-Conversion-Ratio

= FCR. Maß für die Futterverwertung, also die Effizienz der Umsetzung des Tieres von Futter in Körpermasse. Dabei wird stets angegeben, wie viel Futter benötigt wird um 1 kg Fleisch zu produzieren.

Fischparasiten

Ein- oder mehrzellige Organismen, die sich vom ihrem Wirt (Fisch) ernähren. Sie können als Ektoparasiten die Haut, Flossen und Kiemen befallen, oder als Endoparasiten die inneren Organe. Generell sind Parasiten ein natürlicher Bestandteil eines jeden Ökosystems. (siehe dazu auch Parasiten).

Futterorganismen

Alle ein- oder mehrzelligen Kleinstlebewesen, wie z. B. Bakterien, Ciliaten, Flagellaten und Krebstiere, die als Nahrung für eine bestimmte Species dienen können.

G

Gammelfisch

Der unschöne Begriff umfasst eine Vielzahl verschiedener Meerestiere (primär Fisch), die für gewöhnlich als Beifang angelandet werden. Diese sind für den menschlichen Konsumenten aber von geringem Interesse und werden deshalb für die Herstellung von Fischmehl und Fischöl verwendet.

GLOBALG.A.P

Seit 2004 gültiger Standard für die Aquakultur, welcher alle Stufen der Produktion von der Larvenproduktion über die Mast bis zur Schlachtung berücksichtigt. Grundlegend dabei ist die nachweisbare Trennung und damit einhergehende Rückverfolgbarkeit einzelner Produktionsschritte.

Glykoprotein

Sind Proteine (Eiweiße) mit kovalent gebundenen Oligosacchariden (Zuckermolekülen). Glykoproteine (GP) kommen in Pflanzen und Tieren aber nicht in Bakterien vor. Sie sind meist Bestandteile der Zellmembran oder werden in die Körperflüssigkeiten sezerniert. Zu den Glykoproteinen gehören u.a. alle Antikörper, Plasmaproteine, Komplementfaktoren und Enzyme. Oft haben die GP eine Schmier-und Schutzfunktion. 

Gonado-Somatischer Index

Verhältnis des Gonadengewichts zum Gesamtgewicht des Fisches in %.

H

Herbizide

Sind Pflanzenvernichtungsmittel, die durch verschiedene Wirkmechanismen zumeist selektiv bestimmte Zielpflanzen abtöten.

Hybride

Individuum, das aus der Kreuzung zwischen verschiedenen Arten entstanden ist, z. B. Bester.

I

Interleaved

Siehe Shatter Pack.

Isinglass

Wurde ursprünglich exklusiv aus der getrockneten Schwimmblase des Beluga-Störs gewonnen. Isinglass besteht fast ausschließlich aus Kollagen und wurde/wird zur Klärung von Wein und Bier genutzt. 

Iteroparitie

Iteropare Organismen sind in der Lage sich mehrmals innerhalb ihres Lebenszyklus fortzupflanzen, z. B. Forelle, Doraden, Kabeljau und der Atlantische Lachs. Iteroparitie ist bei Fischen die häufigste Reproduktionsstrategie.

K

Kalmar

Kalmare (Teuthoidea) zählen mit ihren mehr als 250 Vertretern zur Gruppe den zehnarmigen Kopffüßern (Tintenfische). Alle Kalmare sind frei schwimmend und tragen eine innere Schale in Form einer hornigen Lamelle (Gladius).

Karnivor

Fleischfresser:

Alle Organismen (Säugetiere, Fische, Krebstiere, Pflanzen, Pilze…) die sich überwiegend von Fleisch, bzw. tierischem Gewebe ernähren, d.h. nur von Produzenten.

Katadrome Wanderfische

Solche Fischarten, die den Großteil ihres Lebens im Süßwasser verbringen und nur zum Laichen ins Meer ziehen, z. B. Aale.

L

Layer Pack

Verpackungsform von Tiefkühlware (vorzugsweise Filet). Die Filets sind im Layer Pack schichtweise voneinander durch Kunststofffolien getrennt. Die Filets können so schichtweise entnommen werden.

M

Malchitgrün

Organische Verbindung, die zu den Triphenylfarbstoffen gezählt wird. Da Malachitgrün besonders effizient Bakterien, Pilze und Ichthyophthirus bekämpft, wurde es in der Vergangenheit häufig in der Aquakultur eingesetzt. Da sich Malachitgrün in reduzierter Form als Leukobase im Fettgewebe von Fischen anreichert und im Verdacht steht, krebserregend und erbgutverändernd zu sein, gilt in der Europäischen Union ein Grenzwert von 0 µg/kg.

Mekong

Zählt mit einer geschätzten Länge zwischen 4.300 und 4.900 km zu den größten Flüssen der Welt. Er entspringt im Hochland Tibets, durchzieht dann über fast 2.000 km die chinesiche Provinz, um dann Myanmar, Laos, Kambodscha sowie Thailand zu durchströmen. Er mündet dann in Vietnam über das Mekongdelta im Chinesische Meer. Während des Monsuns (Sommermonate) kann der Wasserpegel um bis zu 15 m gegenüber dem Niedrigpegel in den Wintermonaten steigen. Im Sommer führt der Mekong dann bis zu 25.000 m3 Wasser pro Sekunde.

Mikrobielle Verunreinigung

Alle Lebensmittel, unabhängig ob tierischen oder pflanzlichen Ursprungs, tragen eine natürliche Mikroflora. Diese setzt sich u. a. aus Bakterien, Pilzen und Einzellern zusammen. Probleme können dort auftreten, wo aufgrund unzureichender Hygiene während der Produktion oder einer unangepassten Lagerung sich im Produkt Fisch eine erhöhte Anzahl von Mikroorganismen nachweisen läßt (Verunreinigung).

Mikroflora

Ist die natürliche mikrobielle Lebensgemeinschaft eines Organismus, z. B. Gastrointestinalflora. Zum überwiegenden Teil wird diese Lebensgemeinschaft von verschiedenen Bakterien gestellt. Diese spielen u. a. eine Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern (Kolonialrestenz), als direkte Immunstimulatoren, Vitaminproduzenten und bei der Verdauung.

N

Nachhaltigkeit

In der Aquakultur versteht sich Nachhaltigkeit zum einen im ökologisch Sinne: Produktion und Reproduktion müssen sich decken, damit auch zukünftig Besatzmaterial zur Verfügung steht. Darüberhinaus kann der nachhaltige Charakter noch durch den Einsatz regenerativer Energien verbessert werden.

Nationaler Rückstandskontrollplan

Der Nationale Rückstandskontrollplan für Lebensmittel tierischen Ursprungs ist ein seit 1989 durchgeführtes Programm, in dessen Rahmen unter anderem lebende Nutztiere, Fleisch, Aquakulturerzeugnisse, Milch, Eier und Honig auf Rückstände unerwünschter Stoffe untersucht werden. Das in Deutschland vom BVL koordinierte Programm wird in der Europäischen Union nach einheitlichen Maßstäben durchgeführt.

Naturland

Verband, der Mitte der 1990er einen Standard für die ökologische Produktion in der Aquakultur definiert hat und damit Vorreiter in der Zertifizierung von Aquakulturprodukten war.

Nitrofurane

Sind pharmakologisch wirksame Substanzen, die zur Gruppe der Antibiotika gezählt werden. In der Vergangenheit wurden sie in der Aquakultur auf Grund ihrer hohen Effizienz gegenüber Parasiten und mikrobiellen Infektionen verstärkt eingesetzt. Da Nitrofurane aber im Verdacht stehen krebserregend zu sein, ist deren Anwendung in der Lebensmittelproduktion seit 1995 EU-weit verboten.

O

Offene Aquakultursysteme

Werden im Gegensatz zu geschlossenen Anlagen dauerhaft mit Frischwasser versorgt. Entweder wird dabei durchgängig ein bestimmter Prozentsatz von Abwasser durch Frischwasser ausgetauscht (z. B. bei Teichanlagen) oder die Systeme stehen direkt mit dem Frischwasser in Kontakt. Das ist z. B. bei Netzgehegeanlagen zur Haltung von Garnelen, Pangasius oder Lachsen der Fall. 

Olfaktorisches Organ

Ist das Riechorgan des Störs. Es besteht aus einer knorpeligen Lamellenkranz (Rosette), welcher mit einem Chemorezeptoren besetzt ist, die es dem Stör erlauben seine Beute anhand des Geruchs aufzuspüren.

Omniovor

Allesfresser:

Alle Organismen die sich sowohl von pflanzlichem, tierischem Gewebe ernähren. Eine allgemeinere Definition von Omnivorie ist, wenn eine Art sich von Organismen unterschiedlicher trophischer Ebenen ernährt, also von Primärproduzenten (Pflanzen) und Konsumenten (Tieren). Zu den Omnivora zählen neben Mensch, Ratte und Schwein auch einige Krebstiere und Fische.

Ö

Ökosystem

Umfasst einen räumlich abgrenzbaren Lebensraum (Teich, Fluss, See) inklusive aller in ihm existierenden Organismen. Dabei stehen die belebten und unbelebten Bestandteile des Ökosystems in vielfältigen Wechselbeziehungen zueinander.

P

Pangasius

Pangasius (Pangasianodon hypothalamus)
Der Pangasius (Pangasianodon hypothalamus) gehört zur relativ kleinen Familie der Hai- oder auch Schlankwelse (Pangasiidae),

Parasit

Organismus, der auf (Ektoparasiten) oder in (Endoparasiten) einem artfremden Organismus (Wirt) lebt und ihn als Nahrungsquelle nutzt. Der Wirt wird dadurch geschädigt aber für gewöhnlich nicht getötet. Ein Parasit ist meist so spezialisiert, dass er nur wenige Wirtsarten befallen kann.

Pasteurisation

Ist eine Form der Sterilisation. Dafür wird das zu pasteurisierende Gut kurzfristig auf Temperaturen zwischen 60 und 90°C erhitzt. Durch die damit verbundene Abtötung von Mikroorganismen erreicht man eine Verlängerung der Haltbarkeit.

Pelletfutter

Bei der Produktion von Pelletfutter werden fein zermahlene Mischfutter unter Druck durch walzenförmige Matrizen gepresst. Dadurch verbindet sich die Futtermischung zu einem festen Futterstrang. Dieser wird dann in gleichgrosse Pellets geschnitten. Der Vorteil dieses Futters liegt in dere definierten Größe, der Staubfreiheit und der besseren Verdaulichkeit gegenüber herkömmlichem Futter.

Periphyton

Organischer Aufwuchs (Biofilm) auf den verschiedenen Substraten des Gewässerbodens (Steine, Pflanzen, Pflanzenteile). Das Periphyton besteht u.a. aus lgen, Bakterien und Pilzen. 

Pheromone

Sind chemische Substanzen, die nach außen abgegeben werden.  Diese dienen als Botenstoffe der Kommunikation zwischen den Individuen einer Art. Pheromone beeinflussen rezeptorvermittelt u.a. das Sexual- und das Fluchtverhalten.

Phosphate

Die meist mineralisch gebundene Form von Phosphor. Ein Großteil des weltweit zur Verfügung stehenden Phosphats wird in der Landwirtschaft zum Düngen verwendet, da er für das Wachstum von Pflanzen unabdingbar ist.

Phototaxis

Von Lichtstärke beeonflusste, gerichtete Bewegung von Organismen. Man unterscheidet positive (zum Licht hin) und negative (vom Licht weg) Phototaxis.

Polyphosphate

Zumeist Natrium-, Kalium- oder Kalziumsalze der Phosphorsäure. In der Lebensmittelindustrie dienen sie u.a. als Stabilisatoren, Emulgatoren und Konservierungsmittel. Bei Fischfilets vermeiden sie einen ungewollten Wasserverlust, können so aber auch zur unzulässigen Erhöhung des Gewichts benutzt werden. Generell muss eine Behandlung mit Polyphosphaten auf der Verkaufspackung immer angegeben werden.

R

Renaturierung

Wiederherstellung eines naturnahen Zustandes, aus einem durch anthropogene Einflüsse verändertem Landschaftsteil (See, Fluss, Bach…).

S

Schadstoffe

Substanzen oder Stoffgemische natürlichen oder anthropogenen Ursprungs, die das Leben von Lebewesen (Mensch und Tier) und Pflanzen beeinträchtigen können.

Schmelzsalze
Schwebstoffe

Können entweder organisch oder anorganisch sein. Ihnen ist gemeinsam, dass sie in Wasser unlöslich sind und eine extrem geringe Dichte aufweisen. Durch ihre geringe Dichte werden sie im Wasser in der Schwebe gehalten. An strömungsberuhigten Stellen von Flüssen, Seen und Deltas können Schwebstoffe sedimentieren und so zu einer Verlandung bzw. zu anoxischen Bedingungen am Bodengrund führen.

Semelparitie

Semelpare Organismen pflanzen sich während ihres Lebens nur einmal fort, z. B. Aale, Pazifischer Lachs und einige Kopffüßer. Zur sexuellen Reifung (und z. T. Laichwanderung) investieren sie den überwiegenden Teil ihrer Körperreserven und versterben nach dem Laichakt.

Shatter Pack

Verpackungsform von Tiefkühlware (vorzugsweise Filet). Beim Shatter Pack sind die Filets durch Kunststoffolien voneinander getrennt, so dass sie einzeln aus der Verpackung entnommen werden können.

Stabilisatoren

Lebensmittelzusatzstoffe, die einem bestimmten Produkt zugesetzt werden, um dessen Beschaffenheit, Farbe und Geschmack auch nach längerer Lagerung zu erhalten. Je nach Einatzgebiet und Wirkungsweise können Stabilisatoren in verschiedene Gruppen eingeteilt werden, z. B. Emulgatoren, Antioxidantien oder Gelier- und Verdickungsmittel.

Stachelstrahlen

Sind neben den Weichstrahlen die stützenden Elemente der Flosse der Echten Knochenfische (Teleostei). Stachel., auch Hartstrahlen bestehen, im Gegensatz zu Weichstrahlen, aus einem einzigen, ungegliedertem Knochenstück. In der Flosse stehen Hartstrahlen immer vor den Weichstrahlen. 

Stickstoff

Ist einer der Hauptbestandteile von organischen oder mineralischen Düngern. Stickstoff der von den Pflanzen nicht aufgenommen wird kann durch Auswaschungen in das Grundwasser und Oberflächengewässer gelangen und dort zur Eutrophierung beitragen (siehe auch Stickstoffkreislauf). 

Synbiotika

Nahrungs- oder Nahrungsergänzungsmittel, welche sich in ihrer Wirkung unterstützende Probiotika und Prebiotika enthalten.

T

Tetracykline

Zählen zu den antibiotisch wirksamen Arzneistoffen.

Trash fish

W

WA (Washingtoner Artenschutzabkommen)

Siehe CITES.

Z

Zander

Der Zander (Sander lucioperca) ist ein in Deutschland und nahezu gesamt Europa heimischer Süßwasserfisch (seltener auch im Brackwasser) aus der Familie der Barsche. Zander sind Raubfische und können Größen von ca. 1 m erreichen (meist kleiner ~40-60 cm).

Zertifikate/Zertifizierung

Um eine soziale, art- und umweltgerechte Produktion in der Aquakultur zu gewährleisten und zu fördern, haben mittlerweile verschiedene Institutionen spezielle Aquakulturlabel (Zertifikate) ausgearbeitet. Diese verschiedenen Label garantieren dabei die Einhaltung definierter Standards in der Produktion.

Zooplankton

Neben dem Phytoplankton Bestandteil des Planktons. Planktonische Organismen zeichnen sich dadurch aus, dass sie primär mit den Wasserströmungen verdriftet werden und nur eingeschränkt zu eigenen Bewegungen befähigt ist. Das Zooplankton ist aber, im Gegensatz zum Phytoplankton, zu vertikalen Wanderungen befähigt. In den Tagesstunden begibt sich das Zooplankton in die tieferen Wasserschichten und weicht so den meisten Fraßfeinden aus, um dann mit Eintritt der Dämmerung wieder an die Oberfläche aufzusteigen. Zum Zooplankton zählen u.a. Bakterien, Flagellaten, Larven verschiedenster Meeresorganismen (Fische, Krebstiere, Mollusken und Nesseltiere). Zooplankter ernähren sich primär vom Phytoplankton (natürlich ernähren sich verschiedenste Zooplankter auch von andern Zooplanktern) und stellen selbst wieder für viele Wasserbewohner die Nahrungsgrundlage (z. B. einige Fische und Wale) dar.