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Tilapia
Länge:
Gewicht:
xx
Kg Futter/Kg Gewicht:
Proteinbedarf:
Proteinquelle:
xx
Herkunft:Asien
Jahresproduktion:3.670.260 t (FAO 2014)
xx
Fleisch:fest
Ähnlich:-
xx
  • Biologie
  • Aquakultur
  • Produktangebot
  • Zertifizierung
  • Nachgehakt
  • Literatur/Links

Biologie

Das Aussehen der verschiedenen Tilapia variiert stark. Deshalb wir im Folgenden den bedeutendste aquakultureller Vertreter, den Nil-Tilapia Oreochromis niloticus, charakterisiert. Der Nil-Tilapia ist besonders hochrückig und trägt ein charakteristisches Streifenmuster auf Flanken und Schwanzflosse. Die ungeteilte Rückenflosse ist mit zahlreichen Stachelstrahlen bewehrt, die schmerzhafte Wunden verursachen können. Unter idealen Voraussetzungen können es ausgewachsene männliche Exemplare auf ein Maximalgewicht von 4 kg und eine Länge von fast 60 cm bringen.

Der ursprünglich in den Tropen beheimatete Nil-Tilapia bevorzugt entsprechend hohe Wassertemperaturen zwischen 20 und 35 °C. Wesentlich geringere Ansprüche stellt er an die Qualität oder die Zusammensetzung des Wassers. Er fühlt sich in leicht salzigem oder brackigem Wasser ebenso wohl wie im Süßwasser. Auch bei der Zusammensetzung seiner Nahrung ist der omnivore Tilapia wenig wählerisch. Er verschmäht weder Detritus, Algenaufwuchs (Periphyton) oder Biofilm noch kleine Krebstiere oder höhere Pflanzen. Er ist darüber hinaus auch befähigt, feinste Nährstoffpartikel aus dem Wasser aufzunehmen und als Nahrung zu nutzen. Diese geringen Ansprüche an seine Umwelt und Nahrung, ebenso wie das schnelle Wachstum, der Wohlgeschmack seines Fleisches, die leichte Zucht (Reproduktion) und seine relativ hohe Resistenz gegen die meisten Krankheitserreger, machen ihn zu einem nahezu idealen Aquakulturfisch.

Um sich fortzupflanzen, beginnt das Männchen im flachen Wasser zunächst mit dem Bau eines kraterähnlichen Nests, welches energisch gegen jedweden Konkurrenten verteidigt wird.tl_files/data_site/REDAKTIONSDATEN/Fotos/Arten_datenblaetter_fotos/Tilapia/419 Tilapia nest kevin vreeee small.jpg Nähert sich ein Weibchen diesem Nest, so beginnt das Männchen mit einem Balztanz. Hat das Männchen mit seinem Werben Erfolg, legt das Weibchen - je nach Größe - bis zu 2000 Eier ins Nest, welche dann vom Männchen befruchtet werden. Die befruchteten Eier werden vom Weibchen sofort mit dem Maul aufgenommen und verbleiben dort, bzw. im dehnbaren Kehlsack, bis zum Schlupf der Larven nach 1 - 2 Wochen. Nach dem Schlupf verbleiben die Larven im Maul der Mutter, bis ihr Dottervorrat verbraucht ist und sie mit der aktiven Nahrungsaufnahme beginnen. Die jungen Tilapien entfernen sich auch in den nächsten Wochen nie weit von der Mutter, um beim ersten Anzeichen einer Gefahr wieder im Maul Schutz suchen zu können. Diese besondere Art der Brutpflege (Maulbrüter) endet erst, wenn die Jungfische selbstständig genug sind, um Schutz im Schwarm zu finden. Je nach Wassertemperatur und Nahrungsverfügbarkeit erreichen die Jungfische die Geschlechtsreife bereits nach 5 – 6 Monaten.

Aquakultur

Aufgrund ihrer vergleichsweise geringen Ansprüche, gepaart mit Schnellwüchsigkeit und hoher Fleischqualität spielt der Tilapia in der Aquakultur eine ganz besondere Rolle, da er wie kein anderer Fisch dazu geeignet sowohl den Gourmet zu befriedigen, als auch eine nachhaltige Proteinversorgung ärmerer Bevölkerungsschichten zu sichern. Dies ist wohl der Hauptgrund warum die verschieden Arten der Tilapia in mittlerweile über 70 Ländern (besonders im asiatischen und pazifischen Raum) in der Aquakultur genutzt werden. Tilapia werden hauptsächlich in Asien, Südamerika und Afrika produziert. Das mit Abstand bedeutendste Erzeugerland ist China, welches u. a. auch bei der Erzeugung von Shrimps und Karpfen führend ist. Schätzungsweise steuerte Chinas Aquakultur etwas mehr als 1/3 der im Jahre 2014 weltweit produzierten Menge von fast 3,7 Millionen Tonnen Tilapia bei. Da die Produktion von Tilapia durch sehr viele Faktoren beeinflusst wird, wie z. B. die Wasserqualität, die Besatzdichte, das Fütterungsmangement und die Futterqualität ist auch die Menge an Futter die eingesetzt werden muss um 1 kg Tilapia zu produzieren (FCR) sehr variabel und reicht von 1,2 kg Futter im günstigsten Fall bis zu 2 kg unter weniger günstigen Bedingungen.

Generell werden Tilapia in vier verschiedenen Aquakultursystemen aufgezogen, welche sich in den Besatzdichten, der Qualität der eingesetzten Brut und dem personellen und technischen Aufwand stark unterscheiden:

1. Extensive Teichanlagen

tl_files/data_site/REDAKTIONSDATEN/Fotos/Arten_datenblaetter_fotos/Tilapia/428 tilapia pond Constantine Agustin small.jpgDie extensive Produktion von Tilapia ist besonders in den Tropen verbreitet, wo es primär die Proteinversorgung der Bevölkerung dient. Zumeist werden bei dieser Produktionsform Tilapia verschiedener Altersklassen mit einer mittleren Dichte von 2 – 4 Fischen/m3 zusammengehalten. Da sich diese aber im Teich fortlaufend ungezielt reproduzieren sinkt dadurch der mögliche Gesamtertrag. Da Tilapia, wie alle anderen Fische auch, in der Gonadenreifung (Reproduktionsphase) ein wenn überhaupt nur geringes Wachstum zeigen. Die Nahrungsgrundlage für die Fische in der extensiven Teichwirtschaft bilden nicht selten Küchenabfälle und Pflanzenresten aus dem Ackerbau. Zusätzlich wird Dung zugesetzt, um durch eine Zufuhr von Nährstoffen (besonders an Phosphor und Stickstoff) die Produktion von Phytoplankton zu erhöhen, welches von den Tilapia verwertet werden kann. Die so erzielten Erträge betragen selten mehr als 2 t Fisch/ha jährlich.

2. Semi-intensive Teichanlagen

tl_files/data_site/REDAKTIONSDATEN/Fotos/Arten_datenblaetter_fotos/Tilapia/424 small Tilapia ponds MAG El Salvador small.jpgSemi-intensiv betriebene Teichanlagen werden häufig gezielt mit rein männlicher Brut in einer Dichte von 1 – 3 Tieren/m3 besetzt. Diese wachsen, im Gegensatz zu den Weibchen, wesentlich besser und erreichen so schneller und mit entsprechend weniger Futter das gewünschte Schlachtgewicht. Darüber hinaus wird so vermieden, dass sich die Tiere unkontrolliert vermehren und es so im Teich zu einer ungewollten Überpopulation kommt. Werden nämlich zu viele Tiere auf zu engem Raum gehalten führt das beim Tilapia dazu, dass diese früher und mit geringerer Größe geschlechtsreif werden und sich reproduzieren was dann zu einer Abnahme der durchschnittlichen Gesamtgröße (Zwergwüchsigkeit) der Tiere führt, welche damit stark an Markt- und Nutzwert verlieren. Dafür werden die kleinen Buntbarsche von Anfang an mit speziell abgestimmten Pelletfutter versorgt. Dieses weißt im Gegensatz zu Futter welches rein karnivore Fische meist benötigen, einen relativ geringen Anteil von Fischöl und Fischmehl und dafür einen größeren an pflanzlichen Komponenten auf. Trotzdem bringen die Jungtiere bereits nach 5 – 8 Monaten zwischen 400 – 600 g auf die Waage. Durch diese Produktionsverfahren lassen sich Erträge zwischen 6 - 8 t/ha und Jahr erzielen.

3. Schwimmenden Netzgehegen

tl_files/data_site/REDAKTIONSDATEN/Fotos/Arten_datenblaetter_fotos/Tilapia/427 Tilapia floating cage small.jpgTilapia können, ähnlich wie z. B. der Pangasius, auch in Netzgehegeanlagen aufgezogen werden. Netzgehege haben den Vorteil, dass so für die Aufzucht von Tilapia auch bisher weniger geeignete Oberflächengewässer, z. B. große Seen oder Flüsse genutzt werden können. Durch die Auswahl einer geeigneten Maschenweite lässt sich auch das Problem einer ungewollten Reproduktion ausschließen, da abgegebener Laich durch die Maschen fällt und so nicht vom Weibchen erbrütet werden kann. Netzgehege werden deshalb oft mit beiden Geschlechtern besetzt. Je nach Größe der Gehege variieren die Besatzdichten zwischen 25 – 300 Fische/m3, welches etwa 10 – 150 kg Fisch/m3 entspricht.

4. Offene Durchflussanlagen

tl_files/data_site/REDAKTIONSDATEN/Fotos/Arten_datenblaetter_fotos/Tilapia/427 Tilapia floating cage small.jpgKernstück einer Durchflussanlage sind meist eine oder mehrere Betonrinnen, welche stetig mit einem gewissen Anteil (stark variabel, je nach Besatz und Wasserqualität zwischen 0,5 und 180 % des Rinnenvolumens pro Tag) an Frischwasser, z. B. aus einem angrenzenden Gewässer, gespeist wird. Durch eine hohe Zufuhr von Frischwasser können Besatzdichten bis zu 1000 Tiere/m3 realisiert werden. So können durchschnittlich pro m3 Anlagenvolumen 9 – 10 kg Tilapia pro Woche produziert werden.

5. Geschlossene Kreislaufsysteme

tl_files/data_site/REDAKTIONSDATEN/Fotos/Arten_datenblaetter_fotos/Tilapia/429 Tilapia RAS Fuellner.jpgIn gemäßigteren Zonen können Tilapia auf Grund ihres Temperaturbedürfnisses nicht in Teichen oder offenen Anlagen reproduziert und aufgezogen werden, sondern nur in geheizten Hälterungseinrichtungen. Hierfür bieten sich geschlossenen Kreislaufanlagen (RAS, Recirculating Aquaculture Systems) an, welche den Vorteil einer vollständigen Kontrolle aller Wasserparameter (wie z. B. Temperatur, pH-Wert) haben. Da in solchen Systemen das Abwasser nicht komplett entsorgt werden muss, sondern mechanisch und biologisch gereinigt wird, kann es wieder dem System zugeführt werden. So lässt sich der Frischwasserbedarf solcher Anlagen auf unter 10% reduzieren. In den Haltungseinrichtungen (Tanks) können so zwischen 60 bis 150 kg/m3 untergebracht werden. Wird dem Haltungswasser zusätzlich noch Sauerstoff zugeführt kann die Besatzdichte auch Höher sein. Unter solch kontrollierten Bedingungen kann ein FCR von nahezu 1 erreicht werden (1,1 – 1,2).

Produktangebot

Filet:

tl_files/data_site/REDAKTIONSDATEN/Fotos/Arten_datenblaetter_fotos/Tilapia/430 Tilapia filet Terry.jpgAuf dem europäischen Markt wird der Tilapia meist als Filets gehandelt. Die Filetausbeute ist beim Tilapia relativ gering und liegt je nach Trimmung zwischen 28 und 32 % (ohne Haut, d. h. vom ganzen Tier rund 30 % Filet). Je nach Kundenwunsch wird das Filet in verschiedenen Trimmstufen angeboten, entweder mit oder ohne Haut, mit oder ohne Bauchlappen und tiefenenthäutet. Bei der Tiefenenthäutung wird die oberflächliche, graue Fettschicht entfernt, welche den Geschmack zwar nicht negativ beeinflusst, aber den optischen Eindruck mindert. Je nach Schlachtgewicht der Tiere und Trimmstufe werden Filets dann zwischen 60 und 250 g angeboten. War bisher die Verarbeitung der Filets nur manuell möglich, sind mittlerweile maschinelle Systeme verfügbar, die diese Arbeit bei erhöhtem Durchsatz übernehmen.

Ganze Tiere:

tl_files/data_site/REDAKTIONSDATEN/Fotos/Arten_datenblaetter_fotos/Tilapia/431 Tilapia WorldFish small.jpgSeltener werden ganze Tiere angeboten. Diese sind primär auf dem asiatischen Markt zu finden, wo sie auch häufig als Lebendware verfügbar sind.

Zertifizierung

Wie bei jeder anderen Fisch- bzw. Tierart kann die Umwelt durch Abwässer belastet werden. Dieser Eintrag steigt mit der Intensität der Bewirtschaftung. Um dieser Problematik Rechnung zu tragen, wurden für die Aquakultur von Tilapia definierte Standards/Siegel etabliert. Tilapia wird von den gängigen Labeln zertifiziert, u. a. Deutsches staatliches Bio-Siegel, Naturland, GlobalG.A.P. und ASC.

Nachgehakt

Tilapia Lake Virus - eine neue Seuche, die die Zucht bedroht?

Der Tilapia Lake Virus (TiLV) gehört zur Familie der Orthomyxoviridae Viren und wird seit 2009 für große Verluste (Epidemien) in der Tilapia-Zucht, zunächst in Israel und Ecuador, verantwortlich gemacht. TiLV hat sich in den vergangenen Jahren zu einer massiven globalen Bedrohung für die Aquakultur dieser weitverbreiteten Art entwickelt. Der Virus verursacht Synzytial-Hepatitis der Tilapia (syncytial hepatitis of tilapia, SHT) und ein Ausbruch hat häufig hohe Mortalitäten zur Folge bis hin zum Gesamtverlust des Bestandes. Symptome sind u. a. Entzündungen der Organe (inkl. Auge, Gehirn), sowie Leber- und Hautschäden. Durch den globalen Handel mit u. a. lebenden Fischen (Besatzmaterial, Laichfische) konnte sich der Virus in kurzer Zeit weltweit ausbreiten. Durch die überwiegend in offenen Systemen durchgeführte Zucht gelangt der Virus relativ leicht in die Umwelt und kann Wildbestände infizieren (Tilapia und möglicherweise andere Fischarten). Nachgewiesen wurde TiLV bisher in Israel, Ecuador, Kolumbien, Thailand und Ägypten. Mindestens 40 weitere Länder haben jedoch möglicherweise infizierte lebende Fische erhalten und ein Ausbruch gilt auch in diesen Ländern als möglich bzw. wahrscheinlich. Auf Grund der Gefahrenlage hat die FAO (Food and Aqriculture Organisation of the United Nations) im Mai 2017 eine weltweite Warnung ausgegeben, um eine weitere Ausbreitung des TiLV einzudämmen. Für die menschliche Bevölkerung stellt der Virus keine direkte Bedrohung dar. In ländlichen Gebieten bestimmter Entwicklungsländer, in denen die Tilapie wichtiger Nahrungsbestandteil ist, könnte der TiLV jedoch schwerwiegende sozio-ökonomische Auswirkungen haben; insbesondere da Tilapien oft in kleinen Betrieben bzw. zur Selbstversorgung gezüchtet werden. Hinsichtlich der Übertragung auf andere Fischarten, Wasservögel, Amphibien und Säugetiere usw. sind derzeit wenige gesicherte Erkenntnisse verfügbar. Weiterhin ist noch unbekannt, ob TiLV auch über Produkte bzw. Abfälle verbreitet wird und ob der Virus niedrige Temperaturen z. B. bei Lagerung oder Transport übersteht. Hier stellt die Verwendung infizierter Fische als bzw. im Tierfutter eine große Gefahr dar. Wirksame Impfstoffe könnten dem TiLV Einhalt gebieten. Ein erfolgsversprechender Impfstoff wird derzeit getestet.

Hatte die Einführung von Tilapia im asiatischen und südamerikanischen Raum negative Folgen auf die Biodiversität einheimischer Arten?

Die ersten Tilapien wurden bereits in den 1950er-Jahren in Asien und auf zahlreichen pazifischen Inseln eingeführt, um die Proteinversorgung der Bevölkerung zu verbessern sowie die Moskitopopulationen im Zaum zu halten (Malariabekämpfung). In vielen Gebieten wurden natürliche Gewässer besetzt, was zu einer Faunenverfälschung führte und einheimische Arten in Mitleidenschaft zog. Die Datenlage zum Ausmaß eingeschleppter Populationen und die ökologischen Folgen sind bisher aber nur unzureichend untersucht.

Stellt die Erzeugung und Verwendung rein männlicher Brut eine potentielle Gefahrenquelle für Verbraucher oder die Umwelt dar?

Männchen wachsen schneller und erhöhen damit den Ertrag, was zu einer besseren Nutzung der eingesetzten Ressourcen beiträgt. Da die Reifung der Weibchen vor Erreichen der Marktgröße zu schlechtem Wachstum und schlechter Futterverwertung führt (erhöhter Energie-/Nährstoffbedarf bei der Entwicklung des Eierstocks), werden Futtermittel und Wasserressourcen in rein männlichen Beständen effektiver (bezogen auf ein kg produziertes Fleisch) eingesetzt. Am häufigsten ist der Einsatz von männlichen Hormonen während der frühen Individualentwicklung, zu einem Zeitpunkt, wo das Geschlecht noch nicht deutlich (phänotypisch) ausgeprägt ist. Dabei werden Larven mit einem speziellen Futtermittel gefüttert, welches ein androgenes Hormon (am häufigsten Methyltestosteron) enthält und dazu führt, dass sich das Geschlecht weiblicher Fische umkehrt (Sex reversal). Da diese Hormone bei der Aufzucht abgebaut und/oder ausgeschieden werden (keine Rückstände nachweisbar), gilt dieses Verfahren nach heutigem Kenntnisstand als unbedenklich für den Verbraucher und wird tlw. sogar von einigen Bio-Siegeln akzeptiert. Ferner werden reinerbige YY-Männchen („Supermännchen") verwendet, um bei Verpaarung mit Weibchen ausschließlich männliche Nachkommen (XY) zu liefern. Supermännchen wurden bis vor wenigen Jahren einmalig unter Zuhilfenahme von Androgenen erzeugt, dies wurde aber mittlerweile durch eine zytogenetische ersetzt, bei der nur das männliche Spermium bei der Befruchtung einer Eizelle genetisches Material (DNA) beiträgt (Androgenese). Am nachhaltigsten ist das Verfahren, das sich den steigenden Anteil männlicher Nachkommen bei leicht erhöhten Temperaturen (ca. 50 % bei 27 °C, bis 90 % bei 36 °C) zu Nutze macht. Die Temperaturabhängigkeit wird vererbt. Durch gezielte Züchtung im Rahmen der Forschung soll diese Methode hormonelle Geschlechtsumwandlung und Androgenese zukünftig in der Praxis ersetzen.

Literatur/Links

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