Aquakultur- und Binnenfischereiforschung in Berlin

Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)
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Das Leibniz-IGB ist das bundesweit größte Forschungszentrum für Binnengewässer. Es verbindet Grundlagen- und Vorsorgeforschung, bildet den wissenschaftlichen Nachwuchs aus und berät Politik und Gesellschaft in Fragen des nachhaltigen Gewässermanagements. Forschungsschwerpunkte sind u.a. die Langzeitentwicklung von Seen, Flüssen und Feuchtgebieten angesichts sich rasch ändernder Umweltbedingungen, die Renaturierung von Ökosystemen und die Biodiversität aquatischer Lebensräume.

Ein wichtiger Fokus liegt auf der Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen für eine nachhaltige Fischerei und ressourcenschonende Aquakultur. Zusammen mit Anwenderinnen und Anwendern können so effiziente Konzepte zur Nutzung von Gewässern und aquatischen Ressourcen entstehen. Schwerpunkte im Bereich der Aquakulturforschung sind geschlossene Kreislaufanlagen bzw. Aquaponik, alternative Therapeutika in der Fischzucht und prophylaktische Maßnahmen zur Unterstützung der Immunfunktionen, die Optimierung von Fütterung (Verzicht auf Fischmehl) und Haltung sowie die Regulation der Hormonsysteme, die Wachstum, Stress und Fortpflanzung bestimmen. In der Binnenfischereiforschung sind IGB-Forschende führend in der Entwicklung von Managementmaßnahmen für die Angelfischerei. Dabei wird der Mensch immer mitgedacht – von Beginn an werden Vertreterinnen und Vertreter aus Hobbyfischerei, (Umweltschutz-)Verbänden und Behörden in die Erforschung und Entwicklung von Nutzungskonzepten von Gewässern eingebunden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IGB erforschen außerdem den Zustand und die Entwicklung der Fischbestände in Binnengewässern von Deutschland und Europa sowie die Ursachen und Auswirkungen der sich wandelnden Artenzusammensetzungen.

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