Fabian Schäfer

Policy Brief: Nachhaltige Aquakultur in Deutschland

Chancen und Herausforderungen der Aquakultur in Deutschland

Tilapia in einer Forschungskreislaufanlage des IGB. Die Art ist weltweit der drittmeist produzierte Fisch aus Aquakultur. I Foto: Ralf Günther

Neuer IGB Policy Brief: Hat die Nachhaltige Aquakultur in Deutschland eine Zukunft? Forschende des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei zeigen Chancen und Herausforderungen der Entwicklung der Fischzucht in Deutschland auf.

Aus dem Vorwort des Policy Briefs:

Die Aquakultur, also die kontrollierte Erzeugung von Wasserorganismen wie Fischen, Muscheln, Garnelen oder Algen, gilt als der am schnellsten wachsende Zweig der Lebensmittelproduktion weltweit. Dagegen fristet die Aquakultur in Deutschland ein Nischendasein. Unter 3 Prozent des deutschen Fischkonsums werden zurzeit durch heimische Aquakultur abgedeckt. Die im Rahmen des Nationalen Strategieplans Aquakultur* (NASTAQ) bis zum Jahr 2020 gesetzten Produktionsziele werden klar verfehlt, Deutschland bleibt stark von Importen abhängig. Dabei könnte das Potenzial für eine stärkere Eigenversorgung und für den Export von Fisch mit nachhaltigen Verfahren entwickelt werden, statt den Nutzungsdruck auf aquatische Ökosysteme und mögliche Umweltfolgen ins Ausland zu verlagern. Zu dieser Einschätzung kommen Forschende des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) im heute veröffentlichten IGB Policy Brief „Nachhaltige Aquakultur in Deutschland – Chancen und Herausforderungen“. Ob die Nachhaltige Aquakultur in Deutschland überhaupt eine Zukunft hat, ist jedoch keine rein technisch oder wissenschaftlich zu lösende Frage. Vielmehr ist eine gesellschaftliche und auch politische Diskussion darüber notwendig, wie bzw. ob sich die Aquakultur in Deutschland weiter entwickeln kann – und soll.

Zur Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) mit Link zum Download des Policy Briefs.

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