Update: Antibiotika in Futtermitteln

Verbreitung von Antibiotika und Resistenzen über Fischfutter

Werden Antibiotika und Resistenzgene über Fischfutter verbreitet? Foto: D. Ausserhofer/IGB

Der Einsatz von Antibiotika in der Aquakultur und Rückstände dieser Medikamente in den Produkten sind wiederholt Grund für Kritik am Sektor. Zuletzt vermeldete das Portal Scinexx.de, dass Antibiotika und Resistenzgene über das Fischfutter verbreitet werden. Der Artikel enthält weiter Informationen aus der Forschung zu Alternativen zu Fisch, wie Quallen oder Seegurken.

In der Tat stellen resistente Bakterienstämme insgesamt global eine große Herausforderung und Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Dies ist nicht auf bestimmte Bereiche beschränkt. Rückstände von Antibiotika, resistente Bakterien und Resistenzgene können auf verschiedenste Weise entstehen bzw. transportiert werden, bspw. durch Einleitung von Abwässern (auch Klärwasser). Der Einsatz von Antibiotika birgt immer ein gewisses Risiko für die Bildung resistenter Stämme und sollte entsprechend auf das notwendige Maß beschränkt werden. Dies gilt für sämtliche Bereiche der Anwendung, also auch die Aquakultur. 

Auch Fischmehl, welches u. a. aus Nebenprodukten der Verarbeitung von Zuchtfischen stammt, kann prinzipiell als Überträger von Antibiotikarückständen und Resistenzgenen dienen. Durch die globalen Liefer- und Versorgungsketten können so u. U. Resistenzgene über das Fischfutter verbreitet werden. Die Forschung befindet sich bei der Untersuchung von Transportwegen, Auswirkungen und dem Ausmaß von Antibiotikarückständen und -resistenzen noch in einem frühen Stadium.

Erfahren Sie mehr zum Thema im aktualisierten Artikel Antibiotika auf Aquakulturinfo.

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