Aquakultur- und Binnenfischereiforschung in Starnberg

Institut für Fischerei (IFI) der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
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Die LfL ist eine dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) unmittelbar nachgeordnete Behörde des Freistaats Bayern mit Sitz in Freising-Weihenstephan. Sie ist das Wissens- und Dienstleistungszentrum des Staates für die Landwirtschaft in Bayern mit Aufgaben in der Forschung, im Versuchswesen, im Hoheitsvollzug, in der Förderung und in der Aus- und Fortbildung. Das IFI mit dem Hauptstandort in Starnberg befasst sich mit praxisorientierten Fragen der Fischerei und der Aquakultur, mit besonderen Schwerpunkten in der Forschung zur nachhaltigen Gestaltung der Forellen- und Karpfenteichwirtschaft sowie der Fluss- und Seenfischerei. Es vollzieht Vorschriften rund um die Fischerei und wirkt in der Aus- und Fortbildung der Fischwirte mit.

Zum Institut mit der Zentrale in Starnberg gehören die Außenstelle für Karpfenteichwirtschaft in Höchstadt und die Staatliche Fischbrutanstalt in Nonnenhorn (Bodensee). Die Einrichtungen für Versuche sowie für die Aus- und Fortbildung umfassen eine Forellen- und eine Karpfenteichanlage, Warmwasserkreislaufanlagen und zwei Bruthäuser mit Aufzuchthallen für Jungfische. Hinzu kommen mehrere Boote und Fangausrüstung aller Art für den Einsatz in Flüssen und Seen.

In den verschiedenen Sparten der Binnenfischerei, Forellen-, Karpfenteichwirtschaft und der Intensiven Aquakultur werden vielfältige Forschungsthemen bearbeitet. Die Arbeit des Instituts für Fischerei dient den Zielen, die natürliche Lebensgrundlagen und die biologische Vielfalt im aquatischen Bereich nachhaltig zu sichern und zu verbessern, Verbraucher mit dem hochwertigen Lebensmittel Fisch zu angemessenen Preisen zu versorgen sowie leistungsfähige, heimische Unternehmen der Binnenfischerei zu stützen. Die traditionelle Fischereiausübung durch Angler ist als sinnvolles Naturerleben zu gewährleisten. Hierfür sind Strategien zur fischereilichen Bewirtschaftung der Gewässer und umweltfreundliche Technologien für die Fischproduktion zu entwickeln. Um die fischereiökologischen und fischereiwirtschaftlichen Ziele zu erreichen, hat das Institut die Aufgabe, Ergebnisse aus der angewandten Forschung in Ausbildung und Beratung umzusetzen.

Es gibt eine Reihe von Dienstleistungen und Hoheitsaufgaben, wie Gutachten und Stellungnahmen als Entscheidungsgrundlage für Behörden und Gerichte, die fachliche Mitwirkung im Vollzug europäischer Fischereiförderung, der Vollzug bayerischer Fischereiförderungsprogramme, die Spezialberatung in Fischereifragen mit besonderer oder überregionaler Bedeutung sowie der Vollzug der Staatlichen Fischerprüfung in Bayern. Das IFI bzw. die LfL ist Zuständige Stelle für den Ausbildungsberuf Fischwirt (Anerkennung der Ausbildungsstätten und Ausbilder, Durchführung der überbetrieblichen Ausbildung, Abschluss- und Meisterprüfung – länderübergreifend), führt fischereispezifische Prüfungen z. B. für Fischereiaufseher und Elektrofischer durch, ist für die Weiterbildung in allen Bereichen der Gewässerbewirtschaftung zuständig und arbeitet in nationalen und internationalen Fachgremien z. B. in der Bevollmächtigten-Konferenz für die Bodenseefischerei sowie in verschiedenen wissenschaftlichen Gremien mit.

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